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Katharina aus Nürnberg/Erlangen war mit Noemi (5) in Santo Domingo, Dominikanische Republik, Bericht vom 11.09.12

Angaben zur Person

Name Katharina
Heimathochschule Friedrich-Alexander-Universität
Stadt Nürnberg/Erlangen
Land Deutschland
Sprache Deutsch
Studiengang an der Heimathochschule Master The Americas/Las Américas
Zeitraum 04.2012 - 09.2012
Mitgereiste Familienmitglieder 1 Personen
Kinder (Alter) Noemi (5)
Partner (Status) nicht ausgefüllt ()
weitere Begleitpersonen nicht ausgefüllt

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Angaben zum Auslandsstudium

Land Dominikanische Republik
Landessprache Spanisch
Stadt Santo Domingo
Hochschule -

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Anlass zum Auslandsstudium
 

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Auswahlkriterien Da ich seit 20 Jahren in die Dominikanische Republik reise, dort als Kind zeitweise gelebt und 2010 ein viermonatiges Praktikum bei einer politischen Stiftung in Santo Domingo absolviert habe, war mein Ziel bereits zu Beginn des Masterstudiums, ein interdisziplinärer Studiengang Nord-und Lateinamerikas, klar. Nach dem Praktikum 2010 lernte ich bei einer anschließenden Reise nach Haiti mit einer lateinamerikanischen Jugendorganisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, einfache Notunterkünfte aus Holz zu bauen, sehr viele haitianische Studenten kennen, die in der Dominikanischen Republik (DR) studieren. Daraus erschloss sich mein Masterarbeitsthema: Haitianische Studenten in der DR. Da es sehr wenig Studien zu diesem speziellen, aber hochspannenden Thema gibt, bedeutete dies eine Menge an Arbeitsaufwand. Ich erstellte zunächst mein Exposé und eignete mir aus Interesse Grundkenntnisse in Kreolisch an und besserte mein Französisch auf. Ich bewarb mich ab Oktober 2011 für Stipendien, ohne welche der Aufenthalt nicht möglich gewesen wäre, da ich alleinerziehende Mutter einer sechsjährigen Tochter bin. Diese war mehr Grund als Hindernis zum Auslandaufenthalt, da ihr Vater Dominikaner ist und ich ihr somit auch diese Facette ihrer Identität besser zeigen wollte, als es in einem Urlaub möglich ist. Viele Organisationen und Universitäten sowie die Stadt kannte ich ja bereits aus meinem ersten Aufenthalt. Meine Vorstellungen vom Forschungsaufenthalt bestanden aus einer ausführlichen Literaturrecherche und Interviews mit haitianischen Studenten in der DR.

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Ansprechpartner

Ansprechpartner/Institutionen nicht ausgefüllt
E-Mail nicht ausgefüllt

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Zeitraum des Aufenthaltes 04.2012 - 09.2012

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Mobilitätsprogramm

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Planung und Organisation

Dokumente Auslandskrankenversicherung
Empfehlungsschreiben/ Motivationsschreiben
Reisepass
Sonstiges

Sonstiges: Übersetzte Geburtsurkunde des Kindes, allerdings überflüssig

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Wohnen Die Organisation war trotz Kind nicht allzu aufwändig, da wir zum Ausreisezeitpunkt bei meinen Eltern wohnten und sie noch nicht die Schule besuchte. Somit mussten nur Dinge wie eine Auslandskrankenversicherung, die Flüge sowie behördliche Dinge erledigt werden. Vorher organisierte ich nur unsere Unterkunft bei Freunden dort. Ein Visum beantragte ich nicht, da dies erfahrungsgemäß recht lax gehandhabt wird, so zahlt man nur eine geringe Strafgebühr bei längerem als dem rechtlich vorgesehenen Aufenthalt. Selbst die Botschaft riet mir davon ab. Zudem hat meine Tochter ja zusätzlich zur deutschen auch die dominikanische Staatsbürgerschaft, sodass dies nur mich betraf, da ich aber keine Universität besuchte, interessierte dies niemanden. Wir blieben den ganzen Zeitraum über in der Wohnung befreundeter haitianischer Studenten und hatten dort ein Zimmer. Dies hatte ich von Deutschland aus abgeklärt. Wir zahlten keine Miete, dafür aber die Internetkosten und einen Großteil der Lebensmittel. Da die Wohnung mitten einem typischen Arbeiterviertel („barrio“) lag, bekamen wir die ganze Bandbreite an dominikanischem Leben und somit auch die Komfortabstriche mit. Dies bereitete uns am Anfang doch große Probleme. Es gab nur frühmorgens, frühnachmittags und spätabends Strom, wenn er sich denn an die „Zeiten“ hielt. Diese „apagones“ sind dem mangelnden Zahlverhalten der Kunden geschuldet. Sie sind jedoch dem Entwickeln von Fantasie und Spiel der Kinder sehr zuträglich, da es ohne Strom natürlich auch kein Fernsehen gibt und dieser sowieso keine Kinderkanäle hatte. Zudem hatte unser Haus Probleme mit der Wasserversorgung, entweder die Nachbarn unter uns schalteten die Pumpe nicht ein, wenn denn der Strom vorhanden war, oder es gab wochenlang überhaupt kein Wasser in der Zisterne. Zum Schluss war dann die Pumpe kaputt und blieb es aufgrund als ungerecht empfundener Zuzahlungsforderungen des Vermieters auch. Aber zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns bereits daran gewöhnt, nur das Bedarfswasser in Kübeln nach oben zu tragen und mit wenig Wasser auszukommen. Einen Kühlschrank gab es nicht, allerdings wurde der tägliche Bedarf auch frisch im Colmado, dem Kiosk um die Ecke gekauft. Ich schaffte dann aber einen an, da ich auch ab und zu etwas kühlen wollte. Ein lästiger Punkt war auch das Wäschewaschen, einmal aufgrund mangelndem Wassers und dann wegen der als Waschmaschine bezeichneten Rührgeräte, die die Wäsche kurz umrühren, was der Sauberkeit nicht gerade zuträgt, und bei denen jeder Handgriff wie frisches Wasser und Ausspülen selbst erledigt werden muss. Zudem musste auch hier der Strom berücksichtigt werden, weshalb die Leute meistens Samstag frühmorgens aufstehen, bis er um 8 Uhr wieder abgeschaltet wird. Das barrio lag leider auch sehr außerhalb vom Zentrum, was für mich einen einfachen Anfahrtsweg ins Zentrum von knapp einer Stunde im guagua, dem Bus, bedeutete. Santo Domingo wird vom Verkehrschaos regiert, weshalb man viel Zeit einplanen sollte. Meine Mitbewohner passten öfter auf meine Tochter auf. Der Umgang mit Kindern ist viel selbstverständlicher und als nicht so lästig empfunden wie oft in Deutschland. Durch sie hatte ich den direkten Kontakt zu haitianischen Studenten und konnte ihr Leben beobachten. Zwei von ihnen schrieben gerade ihre Abschlussarbeit, einer war noch mitten im Studium und die Letzte noch im Gymnasium mit dem Ziel Studium in der DR.


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Kinderbetreuung/Schule: Zunächst musste ich die Kinderbetreuung organisieren. Meine Tochter ging fast sofort in eine nahegelegene Schule, wo ein Mitbewohner Französisch unterrichtete. Dies kostenlos und ohne Papiere, allerdings verstand sie noch kein Spanisch und reagierte deshalb aggressiv. Danach besuchte sie bis zu den Sommerferien Anfang Juni eine kleinere Schule, wo es keine Probleme gab. Anschließend wurde sie immer zeitweise von Freunden betreut, bis ich im Juli eine nette, ältere Tagesmutter fand, wo sie sich sehr wohlfühlte. Nach drei Wochen im Land begann sie Spanisch zu sprechen und kann dies nun nach 4 Monaten fast perfekt.

Es gibt nicht sehr viele Kindergärten, genaue Angaben kann ich dazu jedoch nicht machen, da uns dies nicht mehr betraf. Die Kinder werden oft lange zuhause betreut und besuchen ab dem 5. Lebensjahr die Schule. Es gibt öffentliche Schulen, die jedoch nicht zu empfehlen sind, und private. Hier variiert die Kostenbreite je nach Angebot, man kann von einer kleineren, normalen Schule bis zur französisch- oder englischsprachigen Schule alles bekommen. Für die erste Schule hatten wir nur Kosten von 5 Euro für die Uniform, an der zweiten Schule bezahlte ich für einen Monat 8 Euro. Die Qualität war mir weniger wichtig, da meine Tochter in Deutschland noch nicht die Schule besuchte, sie sollte nur gut Spanisch lernen.

Meiner Tochter hat es sehr gut gefallen. Sie hat sich in fast jede Situation, nachdem sie Spanisch sprechen konnte, sofort integriert und hatte sehr viele Freunde in der Nachbarschaft, bei denen sie zum Spielen war oder welche bei uns waren. Durch den Stromausfall gab es natürlich auch kein Fernsehprogramm und Kreativität war gefragt. Die Leute waren immer sehr erstaunt, wieviel sie spielt und wie aktiv sie ist. Ihr Temperament ist eher lateinamerikanisch als deutsch, und somit hat sie es genossen, auch mal diese Kultur kennenzulernen. Sie feierte ihren Geburtstag pompös, wie es dort üblich ist, und hatte einen Riesenspaß. Das Land ist allgemein sehr kinderfreundlich und ich hatte die ganzen Probleme wie in Deutschland aufgrund von Lärmbelästigung nicht. Sie genoss es, dass auf Spielplätzen beinahe alle Kinder ohne Probleme miteinander spielten, und dass sie verschiedene Tiere haben konnte.


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Kosten im Monat

Unterkunft 20,00 Euro
Krankenversicherung nicht ausgefüllt
sonst. Versicherungen nicht ausgefüllt
Essen und Trinken 250,00 Euro
öffentl. Verkehrsmittel bzw. Sprit 50,00 Euro
Studiengebühren nicht ausgefüllt
Sprachschule nicht ausgefüllt
Kinderbetreuungskosten nicht ausgefüllt
Schulgeld/-gebühren 6,00 Euro
Sonstige Ausgaben ,00 Euro
Gesamtausgaben 376,00 Euro

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Finanzierung Stipendium
Elterngeld
eigener (Neben-)Job
Erspartes
Job des mitgereisten Partners

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Durchschnittliches monatliches Einkommen während des Auslandsaufenthalts
300,00 Euro


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Erfahrungen vor Ort

Motivation Ich wollte mir auch als alleinerziehende Mutter meinen Traum vom Forschungssemester im Ausland erfüllen und zeigen, dass man dies schaffen kann. Außerdem wollte ich, wie gesagt, meiner Tochter diesen Teil ihrer Identität zeigen. Da sie beim ersten Praktikum im Ausland nicht dabeigwesen war, wollte ich diesmal unbedingt mit ihr reisen.

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Reisemöglichkeiten Die Hinreise war problemlos, zunächst zwei Stunden mit dem Zug nach Frankfurt, und da wir um 23 Uhr abflogen, verschlief meine Tochter auch fast den gesamten Flug (10 Stunden). Dafür war die frühe Ankunft um 5 Uhr ein Schlafräuber am nächsten Tag.

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Meine Eindrücke Anfangs war es für uns sehr schwer, da wir uns auf den fehlenden Komfort und die ganzen Umstände einstellen mussten. Meine Tochter hatte kaum Heimweh, konnte aber auch noch wenig Spanisch und war deshalb frustriert. Ich hatte Schwierigkeiten, eine angemessen lange Betreuung und einen Einstieg in die Forschung zu finden. Anfangs unternahmen wir viel, um sie erst einmal an das karibische Leben zu gewöhnen. Zudem hatten wir anfangs nur sehr wenig Geld zur Verfügung, da das Kindergeld nicht gezahlt wurde, bis der Anspruch geprüft wurde.

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Verpflegung Meine Tochter hat ganz normal mitgegessen, das Essensangebot ist nicht sonderlich vielfältig, hauptsächlich wird Reis und Fleisch gegessen, zudem Kochbananen. Wir haben oft gekocht und ich meistens mittags auswärts gegessen.

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Studienablauf Zu Beginn lief mein Forschungsaufenthalt aufgrund der Startschwierigkeiten nicht sehr gut an. Ich betrieb hauptsächlich Literaturrecherche in Bibliotheken, da ich ja auch wegen des Anfahrtsweges wieder früh nach Hause musste. Ich nahm im Mai an einer von den Studenten organisierten Konferenz sowie deren Vorbereitung teil und lernte die inneren Abläufe in ihren Organisationen sowie überhaupt die Denkweise etwas kennen. Danach gab es im Juni eine wichtige Migrationskonferenz mit Organisationen, Botschaftern und Funktionären, unter anderem zu meinem Thema, wo ich wieder Kontakte knüpfen konnte und neue Informationen bekam. Zur Mitte hin ging dann alles auf einmal ganz schnell: ich lernte eine amerikanische Studentin mit demselben Thema kennen und wir ergänzten uns sehr gut, da ich die nötigen Kontakte besaß und sie sehr strukturiert arbeitete. Zusammen besuchten wir ein Seminar in einem Institut, wo viele haitianische Studenten waren und führten die ersten Interviews, jede getrennt, aber mit einem guten Austausch hinterher. Dann wagten wir uns an die Universitäten und bekamen dort durch meine alten Kontakte der früheren Reise auch weitere Ansprechpartner wie zum Beispiel Mitarbeiter von Organisationen und Führer von Studentenorganisationen. Da haitianische Studenten sehr misstrauisch sind, war im Vorfeld der Interviews eine Menge Überzeugungsarbeit nötig. Sie wollten nicht, dass das Gespräch aufgezeichnet wird und hatten Angst, wir wären Mitarbeiter einer Organisation, die ihnen schaden könnte. Ohne eine jeweilige Vorstellung durch mir bekannte Studenten an jeder Universität hätten wir wohl nicht so viele Interviews führen können. Die Interviews selbst führten wir in Spanisch und ich vereinzelt auch in Französisch. Neben den Interviews war es auch mein Anliegen, grundsätzliche Daten und Informationen, beispielsweise über die Anzahl der Studenten, herauszufinden. Dies gestaltete sich an Universitäten und Behörden durch weitverbreitete Ressentiments gegen Haitianer im Land schwierig. Zudem sind die Universitäten meist schlecht organisiert, sodass es viel Zeit kostete, die richtigen Ansprechpartner und Orte zu finden. Da ich sehr gut Spanisch spreche, hatte ich hier viele Pluspunkte bei meinen Ansprechpartnern. Grundsätzlich ist der Zugang zu Informationen nach einer Eingewöhnungsphase – gerade als ausländische Frau- teilweise sehr einfach, da der Umgang miteinander unkompliziert ist und man problemlos an ranghohe Personen weitervermittelt oder zu Empfängen eingeladen wird. Nur das problematische, da heikle Thema führte manchmal zu Zurückhaltung auf der anderen Seite. Ich führte Interviews an vielen Universitäten der Hauptstadt sowie in der Studentenstadt Santiago, der zweitgrößten Stadt des Landes, in La Vega sowie mit der haitianischen Botschaft in der DR, dem Ministerium für höhere Bildung, der Einwanderungsbehörde sowie diversen Einzelpersonen. Auch in Haiti führte ich ein Interview mit einem zurückgekehrten Studenten. Insgesamt hatte ich am Ende ein facettenreiches Bild der Situation der haitianischen Studenten in der DR, was von vielerlei Problematiken gekennzeichnet wird, wie beispielsweise der Ausgrenzung der Studenten aufgrund der Nationalität.

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Tagesablauf Frühmorgens aufstehen, das Kind zur Schule/Tagesmutter bringen, die Abholung organisieren und ins Zentrum fahren. Dort je nach Aufgabe forschen und abends wieder nach Hause. Meine Tochter blieb nachmittags meistens bei einem Mitbewohner zuhause und spielte mit den Kindern.

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Resümee

kurzes Resümee des Auslandsstudiums Insgesamt hat sich dieser Aufenthalt in jeglicher Hinsicht gelohnt. Ich habe Material für meine Arbeit gesammelt, viele neue – auch berufliche- Kontakte geknüpft und spannende Einblicke und Einsichten erhalten. Ich habe viel besser Kreolisch gelernt, vor allem zu verstehen, und kann mich jetzt bereits einfach unterhalten. Auch meine Französisch- und Englischkenntnisse und natürlich auch mein Spanisch konnte ich trainieren. Meine Tochter hat Spanisch gelernt und die Kultur ihres zweiten Heimatlandes kennengelernt. Am Ende waren wir beide noch eine Woche auf eigene Faust in Haiti, wo ich unter anderem ein Interview mit einem Studenten, der nun dort arbeitete, führte. Wir blieben ausschließlich bei Freunden in der Hauptstadt und in Küstenorten und wurden von der ausgeprägten Gastfreundschaft und Freundlichkeit überrascht. Dieses Land ist sehr vielfältig und viele angstmachende Vorurteile treffen nicht zu. Trotzdem ist es schwierig zu bereisen und ohne Kreolischkenntnisse wohl noch schwerer. Am Ende wurden unsere Reisepläne durch einen schweren Tropensturm durchkreuzt, der uns dann sogar die Rückkehr nach Santo Domingo durch eine eingestürzte Brücke unmöglich machte. Wir machten dann einfach einen Abstecher zu Freunden in der Nähe, bis diese wieder repariert war. Manchmal wurden die Lebensumstände als komfortverwöhnte Europäer doch zur Qual, und auch unsere Geduld wurde oft strapaziert. Die Mentalität ist völlig anders und damit muss man zurechtkommen. Gesundheitlich hatten wir vor allem mit Parasiten und Würmern zu kämpfen. Bei der Forschung war ich oft verzweifelt, wenn ich das Gefühl hatte, es nicht zu schaffen. Doch am Ende ging es dann beinahe wie von selbst. Man muss nur den Einstieg schaffen und sehr hartnäckig bleiben. Wir beide als Familie kamen fast immer sehr gut an, die Menschen fanden uns interessant. Natürlich braucht man für ein solches Vorhaben auch eine gehörige Portion Mut - vor allem mit Kind - welcher einen gerade in den Anfangsvorbereitungen auch verlassen kann: dann heißt es durchhalten, denn es lohnt sich!

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Information zum Familienbild im Gastland Die Hilfsbereitschaft und Kinderfreundlichkeit sind groß. Die Menschen haben wenig Probleme mit Kinderbetreuung und Kinderlärm und dem Spielen. Wir haben uns sehr wohlgefühlt, da ich nicht mehr darauf achten musste, ob mein Kind gerade stört. Studieren mit Kind kommt vor, dabei wird aber das Kind meistens bei den Großeltern oder anderen Familienangehörigen gelassen. Zudem gibt es in beinahe jeder Familie jemanden, der nicht arbeitet und die Betreuung übernehmen kann, weshalb die Frauen dort flexibler sind.

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Empfehlungen und Hinweise für andere CampusEltern Ein Auslandsaufenthalt wie unserer ist ohne sehr gute Sprach-und Landeskenntnisse wohl eher nicht möglich. Man muss alles selbst organisieren und planen und ist auch ansonsten völlig auf sich allein gestellt. Dies kann aber auch wiederum eine Herausforderung sein, durch die man wächst und stärker wird. Mir haben eigentlich fast alle davon im Vorfeld abgeraten, wegen meiner Tochter. Aber ihr hat der Aufenthalt gut getan und sie hat sich nun auch in Deutschland wieder eingelebt. Mitbringen sollte man vor allem Mut und Durchhaltevermögen, der Rest ergibt sich.

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KONTAKT:
www.auslandsstudium-mit-kind.de