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Mary aus Dortmund war mit Shari (3) in Amsterdam, Niederlande, Bericht vom 28.05.12

Angaben zur Person

Name Mary
Heimathochschule Fachhochschule Dortmund
Stadt Dortmund
Land Deutschland
Sprache Deutsch
Studiengang an der Heimathochschule Betriebswirtschaft
Zeitraum 12.2011 - 08.2012
Mitgereiste Familienmitglieder 1 Personen
Kinder (Alter) Shari (3)
Partner (Status) nicht ausgefüllt ()
weitere Begleitpersonen nicht ausgefüllt

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Angaben zum Auslandsstudium

Land Niederlande
Landessprache Niederländisch
Stadt Amsterdam
Hochschule Hogeschool van Amsterdam

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Anlass zum Auslandsstudium
  Auslandserfahrungen sammeln
Sprachkenntnisse erweitern

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Auswahlkriterien Partnerhochschule, Organisationsaufwand, Empfehlung der Hochschule, Land (Stadt)

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Ansprechpartner

Ansprechpartner/Institutionen International Centre
E-Mail incoming.sem@hva.nl

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Zeitraum des Aufenthaltes 12.2011 - 08.2012

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Mobilitätsprogramm Eigeninitiative

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Planung und Organisation

Dokumente Auslandskrankenversicherung
Letter of Agreement
Einschreibungen/ Zulassung für Gasthochschule


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Wohnen In Amsterdam sind Wohnungen generell sehr teuer. Selbst ein Zimmer im Studentenwohnheim kostet bereits ca. 500 Euro. Da dies nicht in Frage kam, haben wir eine kleine Wohnung gemietet, die allerdings fast 1000 Euro monatlich gekostet hat. Die Wohnung wurde von einem Makler vermittelt (hinzu kamen also Maklergebühren). 1000 Euro ist in Amsterdam allerdings ein ganz normaler Mietpreis. Die Gasthochschule unterstützt bei der Wohnungssuche leider nicht wirklich.


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Kinderbetreuung/Schule: Ich bin bereits am 01.12.2011 nach Amsterdam gekommen (Semesterbeginn war 30.01.2012), da man sich nur für Kitas/Schulen einschreiben kann, wenn man in Amsterdam wohnhaft ist. Ich bin einfach in unserem Wohnviertel herumgelaufen und habe mir die Namen der Kindergärten notiert. Bei den meisten konnte man sich dann ganz einfach online um einen Platz bewerben.

Die Kinderbetreuung ist in Holland sehr teuer. Bis zu 1500 Euro kostet ein Kindergartenplatz, der dann einkommensabhängig bezuschusst wird. Es gibt verschiedene Sozialzuschläge, die man beantragen kann. Es war sehr schwierig herauszufinden, auf was man genau Anspruch hat. Da das ein bisschen gedauert hat musste ich den ersten Kindergartenmonat voll bezahlen (1500€). Ich habe die Kosten allerdings hinterher erstattet bekommen. Am Ende musste ich jedoch für 5 Tage Betreuung fast 300 Euro bezahlen. Die Kinderbetreuungssituation soll generell schwierig sein. Aber das gilt wohl eher für kleinere Kinder von 0-2 Jahren. Ich hatte (vielleicht wars ein glücklicher Zufall) innhalb von ein paar Wochen die Zusage auf einen Kindergartenplatz ab dem 01.02.2012. Die Betreuungstage kann man wählen (oder bekommt sie vorgeschrieben, je nachdem wieviel freie Plätze es gibt). In den Niederlanden ist es eher unüblich sein Kind 5 Tage die Woche betreuen zu lassen (viele arbeiten hier doch nur Teilzeit z.B. 3-4 Tage). Viele haben mir auch berichtet, dass es eben genau an diesen hohen Kosten liegt, da man den Kinderbetreuungszuschlag eben nur für die Tage bekommt an denen man auch arbeitet. Als Student gilt man glücklicherweise als "Vollzeitarbeitnehmer". Die Betreuungszeiten im Kindergarten sind dann meist von 7:30 bis 18:00 Uhr. Ich habe meine Tochter zusätzlich für die Schule beworben, da die Kinder hier mit Tag des 4. Geburtstages in die Schule kommen. Die Schule ist wohl wesentlich günstiger (ich glaube maximal 16 Euro pro Woche). Die Zeiten sind 8.30 bis 15.15 und Mittwochs nur bis 12.00 Uhr.

Meine Tochter hat sich glücklicherweise von Anfang an sehr wohl gefühlt. Sie mochte ihren Kindergarten sehr gerne. Es gab aber Wochen, in denen es ihr schwer gefallen ist dort hinzugehen. Sie konnte sich dann sehr schwer von mir trennen. Aber sobald ich weg war hatte sie Spaß und das war für mich sehr wichtig. Sie hat anfangs natürlich nicht viel sprechen können, konnte aber schon nach 2-3 Monaten die ersten Lieder singen und redet heute noch sehr viel mehr. Mein Studium ist auf Englisch und ich selber spreche leider kein Holländisch. Das hat mir anfangs sehr viele Sorgen gemacht. Ich muss aber sagen, dass es bisher kein Problem ist, da sich die Sprachen so ähnlich sind. Meine Tochter genießt das Leben in Amsterdam. Sie findet die Fährräder toll, die Sprache mag sie und natürlich ist sie sehr stolz, dass sie im Sommer in die Schule kommt.


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Kosten im Monat

Unterkunft 1000,00 Euro
Krankenversicherung 75,00 Euro
sonst. Versicherungen nicht ausgefüllt
Essen und Trinken 200,00 Euro
öffentl. Verkehrsmittel bzw. Sprit nicht ausgefüllt
Studiengebühren nicht ausgefüllt
Sprachschule nicht ausgefüllt
Kinderbetreuungskosten 280,00 Euro
Schulgeld/-gebühren nicht ausgefüllt
Sonstige Ausgaben nicht ausgefüllt
Gesamtausgaben 1555,00 Euro

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Finanzierung Auslands-BAföG
Stipendium
Kindergeld
Erspartes
Eltern/ Familien

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Durchschnittliches monatliches Einkommen während des Auslandsaufenthalts
1600,00 Euro


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Erfahrungen vor Ort

Motivation Schon bevor ich ein Kind bekommen habe wollte ich gerne die Erfahrungen sammeln, die man nur in einem Auslandssemster sammeln kann. Und als meine Tochter dann da war dachte ich, es muss doch auch irgendwie mit ihr zusammen möglich sein. Ich wollte zuerst gerne ein Auslandssemster in Australien. Das war dann finanziell aber leider doch nicht möglich. Generell wollte ich das Auslandssemester machen bevor meine Tochter in Deutschland in Schule geht und gefestigt ist.

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Reisemöglichkeiten Ich bin mit dem PKW in die Niederlande gereist. Außerdem hatte ich einen kleinen Transporter. Unsere Wohnung war zwar halbwegs möbliert (Küche, Schrank, Sofa, Esstisch, Waschmaschine etc.), ich wollte aber das Zimmer meiner Tochter mitnehmen, damit sie sich zu Hause fühlt. Den Rest habe ich in Deutschland eingelagert.

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Meine Eindrücke Die ersten Tage waren schwierig, da ich auch kein Holländisch spreche. Die Holländer können zwar sehr gut Englisch, trotzdem brauchte ich lange um mich einzuleben. Da es auch im Winter war, wir also viel zu Haue waren, meine Tochter noch keinen Kindergartenplatz hatte und ich sehr viel zu organisieren hatte waren es für uns beide anstregende Wochen.

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Verpflegung Das Angebot an Verpflegung etc. ist ähnlich wie in Deutschland, aber alles ein bisschen teurer. Es gibt jedoch wöchentlich gute Aktionen in Drogerien und Supermärkten - wenn man darauf achtet, kann man sehr viel Geld sparen.

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Studienablauf Man konnte aus einer Vielzahl von Vorlesungen wählen, von denen in meinem Fall aber die meisten nicht zur Anrechnung führen. Außerdem wurden die Vorlesungen meisten nur ein einziges Mal angeboten, daher war ich leider lange nicht so flexibel wie in Deutschland. Es gibt einen Holländisch- und einen Englischkurs für Austauschstudenten. Ich habe beide belegt und kann sie auch empfehlen. Die Begleitung in Studienangelegenheiten war gut! Die Ansprechpartner vor Ort sind sehr nett und auch sehr zuverlässig. Aber nur wenn es die "normalen" Studienangelegenheiten betrifft.

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Tagesablauf Ich bin zwischen 6 und 7 Uhr aufgestanden. Habe meine Tochter zwischen 7:30 und 9:00 Uhr in den Kindergarten gebracht (je nach Vorlesungsbeginn). Dann bin ich zur HvA gefahren. Ich war Mittags immer schon wieder zu Hause, da ich nur Vormittags Vorlesungen hatte. Dann habe ich gelernt, eingekauft und den Haushalt gemacht. Nachmittags habe ich meine Tochter wieder abgeholt und Abends habe ich dann noch gekocht, da es hier im Kindergarten leider kein warmes Mittagessen gab.

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Resümee

kurzes Resümee des Auslandsstudiums Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir das Auslandsstudium mit Kind einfacher vorgestellt habe. Ich wollte in erster Linie meine Englischkenntnisse aufbessern. Das habe ich zwar geschafft, aber lange nicht in dem Maße indem ich es mit erhofft hatte. Der Kontakt zu den anderen internationalen Studenten bleibt quasi komplett aus, da ich zum einen nicht in deren Nähe gewohnt habe (die wohnen eigentlich alle im Studentenwohnheim) und zum anderen bin ich einfach nicht so flexibel. Ich habe mich zwischenzeitlich doch sehr allein gefühlt und muss sagen, dass mich diese Erfahrungen an meine Grenze gebracht habe. Dennoch bin ich sehr froh, dass wir diesen Schritt gewagt haben!!!

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Information zum Familienbild im Gastland In meiner Nachbarschaft habe ich sehr nette Eltern mit Kindern kennengelernt. Ich denke, dass alles wäre auch wesentlich einfacher, wenn ich die Landessprache sprechen würde. Anders war auch jeden Fall die Verpflegung im Kindergarten. Es gab kein warmes Essen. Die holländischen Familien essen Abends warm. Die Holländer sind schon sehr nett, dennoch werde ich einige "deutsche" Gegebenheiten in Zukunft sehr viel mehr zu schätzen wissen.

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Empfehlungen und Hinweise für andere CampusEltern Das Auslandssemster war bei mir mit einem hohen Aufwand verbunden (Wohnung kündigen, neue Wohnung finden, Kita finden usw.) daher würde ich mir immer wieder mir sehr viel Zeit nehmen um mit meinem Kind/Kindern in aller Ruhe (z.B. Anreise 2 Monate vor Studienbeginn) diesen Schritt zu tun. Ich glaube, dass das für meine Tochter sehr, sehr wichtig war!

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KONTAKT:
www.auslandsstudium-mit-kind.de