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Dagmar aus Rostock war mit 2 Kindern (3,1) in Ås, Norwegen, Bericht vom 21.04.12

Angaben zur Person

Name Dagmar
Heimathochschule Universität Rostock
Stadt Rostock
Land Deutschland
Sprache Deutsch
Studiengang an der Heimathochschule Informatik
Zeitraum 10.2011 - 12.2011
Mitgereiste Familienmitglieder 2 Personen
Kinder (Alter) Emil (3)
Hans (1)
Partner (Status) nicht ausgefüllt ()
weitere Begleitpersonen Oma und Opa

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Angaben zum Auslandsstudium

Land Norwegen
Landessprache Norwegisch
Stadt Ås
Hochschule Norwegian University of Applied Sciences

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Anlass zum Auslandsstudium
  Auslandserfahrungen sammeln
Sprachkenntnisse erweitern
Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern

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Auswahlkriterien Familienfreundlichkeit im Gastland, Studienfach, Forschungsarbeiten der Arbeitsgruppe vor Ort

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Ansprechpartner

Ansprechpartner/Institutionen -
E-Mail nicht ausgefüllt

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Zeitraum des Aufenthaltes 10.2011 - 12.2011

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Mobilitätsprogramm

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Planung und Organisation

Dokumente Auslandskrankenversicherung
Letter of Agreement
Empfehlungsschreiben/ Motivationsschreiben
Kinderausweis(e)


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Wohnen Mein betreuender Gastprofessor vor Ort hat mich an entsprechende Mitarbeiter mit Kind weitergeleitet. Diese haben sich dann sehr nett darum bemüht eine Wohnung/Haus für uns zu finden. Die Wohnungssituation ist für kurze Aufenthalte eher schwierig, da man vornehmlich Häuser mieten kann, diese sind oft nicht möbliert. Es gibt jedoch einige Häuser, die möbliert vermietet werden. Diese sind am besten über Kontakte an der Gasthochschule zu bekommen. Announcen in öffentlichen Internetseiten zur Wohnungsvermittlung waren bei uns alle erfolglos. Wir haben schlussendlich ein sehr schönes möbliertes und kindergerecht eingerichtetes Haus von einer Familie übernommen, die ihren Forschungsaufenthalt kurz vor uns beendete.


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Kinderbetreuung/Schule: Ich habe beschlossen meine Kinder vor Ort nicht in eine Betreuung zu geben, und stattdessen die Schwiegereltern mitgenommen. Sie haben bei mir im Haus mit gewohnt und tagsüber die Kinder betreut.

Die Universität in Ås besitzt auch einen Kindergarten, dort ist es meines Wissens relativ gut möglich, die Kinder während eines Gastaufenthalts unterzubringen. Normalerweise ist gegen 15 Uhr Arbeitsschluss, es werden keine Meetings später als 15 Uhr angesetzt, da allgemein akzeptiert ist, dass die Mitarbeiter ihre Kinder aus der Kita abholen müssen.

Unsere Kinder waren sehr begeistert vom Auslandsaufenthalt. Es gab in der Nachbarschaft sehr viele Kinder, da Ås eine international orientierte Universität ist, haben wir auch einige deutsche Kinder in der Nachbarschaft gehabt, was es anfangs einfacher für meinen Sohn machte. Ansonsten haben die Kinder es genossen, dass ich immer sehr früh zu Hause war. Norwegen ist allgemein sehr Kinderfreundlich, sodass die Kinder überall sehr viel Freundlichkeit und Aufmerksamkeit genossen, was ihnen sehr gefallen hat.


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Kosten im Monat

Unterkunft 1000,00 Euro
Krankenversicherung 30,00 Euro
sonst. Versicherungen nicht ausgefüllt
Essen und Trinken 900,00 Euro
öffentl. Verkehrsmittel bzw. Sprit nicht ausgefüllt
Studiengebühren nicht ausgefüllt
Sprachschule nicht ausgefüllt
Kinderbetreuungskosten nicht ausgefüllt
Schulgeld/-gebühren nicht ausgefüllt
Sonstige Ausgaben nicht ausgefüllt
Gesamtausgaben 1930,00 Euro

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Finanzierung Elterngeld
eigener (Neben-)Job
Erspartes
Job des mitgereisten Partners

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Durchschnittliches monatliches Einkommen während des Auslandsaufenthalts
2800,00 Euro


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Erfahrungen vor Ort

Motivation Ich wollte mich beruflich weiterbilden und habe daher einen Auslandsaufenthalt von mindestens 3 Monaten geplant. Da ich mir einen so langen Zeitraum ohne meine Kinder nicht vorstellen konnte, war klar, dass sie mitkommen. Bei der Wahl der Gastinstitution habe ich mich danach gerichtet, wo es meinen Kindern auch gefallen würde. Da wir vorher schon in Schweden gelebt haben, war ich mir recht sicher, dass es in Norwegen für uns alle ein positives Erlebnis werden würde.

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Reisemöglichkeiten Wir sind gemeinsam mit dem privaten PKW und der Bahn angereist. Dies war sehr vorteilhaft, da wir auf der Hinreise sehr viel Gepäck hatten, insbesondere für das Baby. Auf der Rückreise haben wir dann alle gemeinsam das Auto und die Fähre bis Kiel genommen, von dort bin ich mit den Kindern dann mit dem Zug weitergefahren. Ich denke, das Auto/die Fähre ist die beste Art nach Norwegen zu reisen. In Norwegen selbst legt man oft weite Wege zurück, wozu sich ein Auto ebenfalls anbietet. Ausnahme ist die Region in/um Oslo, wo es ein gutes Bahn- und Busnetz gibt. In Ås selbst kann alles mit dem Fahrrad erfahren werden.

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Meine Eindrücke Wir wurden vom ersten Tag an sehr liebevoll und warmherzig aufgenommen, sowohl an der Universität als auch in unserem Wohnviertel. Die Eingewöhnungsphase haben wir deshalb als sehr angenehm und kurz empfunden, uns sofort wohl gefühlt. Die Nachbarn waren hilfsbereit, an der Universität war man auf meine Ankunft sehr gut vorbereitet.

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Verpflegung Man bekommt in Norwegen alle notwendigen Säuglings- und Kleinkindutensilien. Die Preise sind allerdings bis zu 30 Prozent höher als in Deutschland, weshalb wir grundlegende Dinge wie Tee oder Kinderaufstrich und Windeln mitgenommen haben. Prinzipiell kann man jedoch alles kaufen, was man benötigt.

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Studienablauf Mein Forschungsaufenthalt fand im Rahmen meines ersten PostDocs statt, daher habe ich selbst nicht an Lehrveranstaltungen an der Universität teilgenommen; Ausnahme waren die wöchentlichen Seminare der Arbeitsgruppe und Gastvorträge. An einem Sprachkurs nahm ich ebenfalls nicht teil, da ich die Sprache bereits beherrschte. Man kommt jedoch mit Englisch überall weiter, und das Besucherzentrum der Universität schien sehr routiniert mit Gästen aus dem Ausland umzugehen. Insgesamt erschien mir alles sehr unbürokratisch, alle waren sehr hilfsbereit.

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Tagesablauf Ein typischer Tag begann bei uns mit dem gemeinsamen Frühstück. Zu 9 Uhr fuhr ich mit dem Fahrrad in die Uni (ca. 15min), Oma und Opa kümmerten sich um die Kinder, gingen meist vormittags mit ihnen raus, aßen dann Mittag und legten die Kinder zum Mittagschlaf hin. Nach dem Mittagschlaf, gegen 15 Uhr kam ich entweder nach Hause und übernahm dann bis abends die Kinderbetreuung, oder die Familie holte mich von der Arbeit zu einem Ausflug ab.

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Resümee

kurzes Resümee des Auslandsstudiums Der Auslandsaufenthalt war sowohl in beruflicher Hinsicht als auch in privater Hinsicht ein Erfolg: Ich konnte mein Projekt in Norwegen erfolgreich abschliessen und eine Kooperation aufbauen. Mein Sohn spricht noch heute begeistert von den Lagerfeuern, dem Fjord und den Bergen. Wir stehen noch in Kontakt mit unseren damaligen Nachbarn und Emil übt seine wenigen norwegischen Worte norwegisch. Auch die Entscheidung mit den Schwiegereltern zu fahren war gut und das Zusammenleben funktionierte überraschend harmonisch; hierbei spielte es sicherlich eine große Rolle, dass wir ausreichend Platz hatten. Die drei Monate in Norwegen waren rundum gelungen, und wir planen nun den nächsten Auslandsaufenthalt, dieses Mal in der Schweiz.

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Information zum Familienbild im Gastland Wir haben Norwegen genauso erlebt, wie es immer beschrieben wird: Rundherum kinderfreundlich. Die Norweger haben dazu Humor; und sie freuen sich immer an Interesse an ihrem Land, somit ist jeder Besucher auf's herzlichste Willkommen.

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Empfehlungen und Hinweise für andere CampusEltern Ich denke das einzige "Problem" ist tatsächlich die Wohnungssuche. Damit sollte man früh beginnen - und sie nicht zu früh aufgeben, sondern darauf vertrauen, dass es klappt! Weiterhin sollte man sich bewusst sein, dass Norwegen ein recht preisintensives Land ist, somit fallen typisch deutsche Aktivitäten wie Kaffee trinken gehen, abends in die Kneipe, Essen gehen, Kino etc eher sporadisch aus, denn es ist mit einem normalen Stipendium oft einfach nicht finanzierbar. Andererseits ist hier die norwegische Kultur auch ganz anders, man trifft sich eher zum Kochen bei Freunden, als in Restaurants zu gehen.

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KONTAKT:
www.auslandsstudium-mit-kind.de