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Bettina aus Leipzig war mit Sohn (3) in Zürich, Schweiz, Bericht vom 17.01.10
Name
Bettina
Heimathochschule
Universität Leipzig
Stadt
Leipzig
Land
Deutschland
Sprache
Deutsch
Studiengang an der Heimathochschule
Journalismus
Zeitraum
02.2007 - 08.2007
Mitgereiste Familienmitglieder
1 Personen
Kinder (Alter)
Sohn (3)
Partner (Status)
nicht ausgefüllt ()
weitere Begleitpersonen
nicht ausgefüllt
Land
Schweiz
Landessprache
Deutsch
Stadt
Zürich
Hochschule
Universität Zürich
Anlass zum Auslandsstudium
Auslandserfahrungen sammeln
Sonstiges: Interesse und Neugier
Auswahlkriterien
private Gründe (ein Familienmitglied lebte zu der Zeit in der Schweiz)
Ansprechpartner
Ansprechpartner/Institutionen
Abteilung Internationale Beziehungen, Universität Zürich
E-Mail
Rämistrasse 71, CH-8006 Zürich / Tel.: +41 44 634 41 57 / international@int.uzh.ch
Zeitraum des Aufenthaltes
02.2007 - 08.2007
Mobilitätsprogramm
mit dem Programm: Erasmus
Dokumente
Auslandskrankenversicherung
Letter of Agreement
Einschreibungen/ Zulassung für Gasthochschule
Empfehlungsschreiben/ Motivationsschreiben
Kinderausweis(e)
Wohnen
Hier bin ich nicht repräsentativ, da ich bei einem Familienangehörigen gelebt habe, der zu dem Zeitpunkt in Zürich lebte. Ansonsten weiß ich, dass die Wohnungssuche nicht sehr schwer ist, Wohnungen aber im Vergleich zu Deutschland teuer sind.
Kinderbetreuung/Schule:
In der Schweiz ist Kinderbetreuung rar gesät, da dort die meisten Frauen zu Hause bleiben. Die Uni Zürich bietet Kinderbetreuung für ihre Angehörigen (also auch Studenten). Da wir nur ein halbes Jahr blieben, war es nicht sehr schwer, dort einen Platz zu bekommen. Ich hatte keine Erwartungen an die Kinderbetreuung, war aber positiv überrascht. Die Kinderbetreuung in der Schweiz ist qualitativ sehr viel hochwertiger als ich es aus Deutschland gewohnt war. Besonders der optimale Betreuungsschlüssel fiel mir auf. In der Kita meines Sohnes wurden 12 Kinder betreut und es wurde bereits viel in Richtung Vorschule gemacht. Zu der Zeit war er erst 3 und damit der Jüngste, und er hat davon sehr profitiert.
Es gibt nicht viele Betreuungsstellen, da der Bedarf nicht da ist. Das, was es gibt ist sehr hochwertig, aber auch sehr kostenintensiv. Unsere Kita hatte jeden Tag offen von 7:30 bis 18:30. Allerdings hat kaum ein Elternpaar dies genutzt, da das zu teuer werden würde. Aktuell kostet ein Tag mit einer Betreuungszeit von 11 Stunden 117 Franken AM TAG. Dies kann bei einer langen Betreuungszeit an die 2000 Franken im Monat kosten, also ca. 1500 Euro. Ich persönlich konnte von einem ermäßigten Satz profitieren, so dass die Kosten ungefähr so blieben wie in Deutschland: ca. 150 Euro im Monat.
Meinem Sohn hat es sehr gut gefallen. Er fand sehr schnell Anschluss trotz der anfänglichen Sprachhindernisse. Denn die gibt es: Schwyzerdeutsch ist - wenn es von Kinder gesprochen wird - kaum zu verstehen. Hier kann man schon von einer Fremdsprache sprechen. Dabei geholfen hat, dass der Kindergarten nur 12 Kinder hatte, es da also sehr familiär zuging, und er schnell integriert wurde. Es gab sehr schöne Aktivitäten: Naturtag, Gärtnern im eigenen Garten, Vorschule. Die Eingewöhnung ging wirklich schnell und problemlos von statten, er hatte bald Freunde und hat von der gesamten Situation (neues Land, neue Sprache, neue Freunde, neues input) sehr profitiert.
Kosten im Monat
Unterkunft
nicht ausgefüllt
Krankenversicherung
54,00 Euro
sonst. Versicherungen
nicht ausgefüllt
Essen und Trinken
150,00 Euro
öffentl. Verkehrsmittel bzw. Sprit
50,00 Euro
Studiengebühren
50,00 Euro
Sprachschule
nicht ausgefüllt
Kinderbetreuungskosten
150,00 Euro
Schulgeld/-gebühren
nicht ausgefüllt
Sonstige Ausgaben
,00 Euro
Gesamtausgaben
554,00 Euro
Finanzierung
eigener (Neben-)Job
Job des mitgereisten Partners
Durchschnittliches monatliches Einkommen während des Auslandsaufenthalts
nicht ausgefüllt
Motivation
Ich wollte die Zeit des Studiums dafür nutzen ins Ausland zu gehen und sah in dem Fakt, dass ich ein Kind habe, kein Hindernis.
Reisemöglichkeiten
Zu Beginn hat mich mein Freund mit dem Auto hingefahren. Dies hatte den Vorteil, dass wir unser Gepäck problemlos in die Schweiz bekamen. Mit dem Zug wäre dies schon umständlicher gewesen. Generell denke ich, dass das Auto das Günstigste ist, da man so Gepäck unterkriegt und auch individuell reisen kann - also mal Pausen machen kann.
Meine Eindrücke
Meine ersten Eindrücke waren, dass die Schweiz ganz anders war, als ich es mir vorgestellt hatte. Es ist wirklich ein anderes Land. Am Anfang standen viele Behördengänge und die Eingewöhnung meines Sohnes in die Kita. Es fiel mir auf, dass ich meinem Sohn Orientierung vermitteln musste, obwohl ich selbst noch gar nicht richtig wusste, wo es lang ging. Dies war in den ersten Wochen etwas anstrengend.
Verpflegung
Dies ist mit Deutschland vergleichbar.
Studienablauf
Es gab Koordinatoren für Erasmus-Studenten, ich hatte allerdings kaum mit ihnen zu tun. Meinen Stundenplan stellte ich mir, wie damals in Deutschland auch noch üblich, selbst zusammen. Dabei achtete ich darauf, dass ich diese Veranstaltungen in Deutschland angerechnet bekommen würde. Dies geschah über einen Vertrag zwischen den ERASMUS-Fachkoordinatoren in Deutschland und der Schweiz.
Tagesablauf
Der Alltag war ähnlich wie in Deutschland: Früh fuhren wir mit der Straßenbahn oder dem Fahhrad in den Kindergarten, ich ging weiter zur Uni. Ich hatte mir den Stundenplan so zurecht gelegt, dass ich spätestens 16 h im Kindergarten sein konnte. Dann fuhren wir nach Hause und unternahmen noch etwas: Spielplatz, Zoo (der war in der Nähe), etc. Anders als in Deutschland hatte ich mir keine Nachmittagsaktivitäten wie Töpfern oder Chor gesucht.
kurzes Resümee des Auslandsstudiums
Mein Ziel war, dass das Semester nicht zu einer Verzögerung führen sollte. Dies konnte realisiert werden: Alle Veranstaltungen wurden anerkannt. Anderes war mir nicht wichtig. Ich hatte es auf mich zukommen lassen, was dann auch gut funktioniert hat.
Information zum Familienbild im Gastland
Das Familienbild ist, wie ich schon schrieb, eher konservativ. Studierende mit Kindern gibt es kaum und sie werden auch eher schräg angeschaut ("Zu doof zum Verhüten?"). Daher ist es auch schwierig, andere Studenten mit Kindern kennen zu lernen oder andere Mütter mit Kindern. Diese haben einen ganz anderen Lebensstil: Meist jenseits der 30, gesetzt, mit Haus und Hund. Kinder werden aber gern gesehen. Müttern (es sind meist die Mütter) mit Kinderwagen wird zB problemlos in der Straßenbahn geholfen. Da muss man nicht, wie in Deutschland, jemanden fragen.
Empfehlungen und Hinweise für andere CampusEltern
Nein, leider nicht.
KONTAKT:
www.auslandsstudium-mit-kind.de